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| Frau und Karriere will verknüpft sein |
Fakt ist, dass wir Frauen brauchen. Da ich ein Mann bin kann ich das bezeugen, denn Frauen decken meinen täglichen Bedarf an Glückseligkeit mit 90%. Es ist für meine Zukunft wohl auch sehr befriedigend, auf dem Bürostuhl neben meiner Kollegin zu sitzen, und genau zu wissen, dass ohne staatlichen Eingriff diese Frau wohl niemals für meinen Bleistift fragen könnte, sondern jetzt wohl zuhause am kochen wäre.
Spass bei Seite, so darf die Männerwelt nicht denken. Heute sind wir nicht mehr traditionell, puristisch, katholisch oder diszipliniert. Wir sind modern, emanzipiert, aufgeklärt, sozial und gegen jeden Extremismus wie den bösen Kapitalismus, der uns nur den Treibhauseffekt und randalierende Arbeitslose in Athen gebracht hat.
Die Zeiten sind vorbei, wo sich dicke Krawattenträger auf dem Chefsessel eine „Habana“ mit einem Streichholz angezündet haben und den Sekretärinnen diktiert haben, was sie zu schreiben hätten. Die Zöpfe auf dem Haupt der Frauen sind aufgeknöpft, ihr Antlitz strotzt vor Selbstbewusstsein, und wehe jemand wehrt sich gegen Frauen in Verwaltungsräten oder im Bundesrat.
Es ist einfach schwierig... Ich schreibe hier in grösstem Zeitdruck ein Essay über die Frauenquote und doch fällt mir einfach kein positiver Aspekt dazu ein.
These: Ich bin 41 Jahre alt, wurde kürzlich in den Verwaltungsrat von „ABB“ gerufen und setze mich zum ersten Mal auf einen der 7 Stühle. Ich bin der erste und bin gespannt auf meine neuen Kameraden, mit welchen ich 4 mal im Jahr zu tun haben werde. Ich habe mich bestens auf diesen Tag vorbereitet und bemühe mich zutiefst, Innovation zu symbolisieren mit Samsung Galaxy Notes Sll, meinem iPad und frisch rasiertem Kinn. Die Türe öffnet sich. 4 Frauen und 2 Männer betreten den Raum. Sie begrüssen mich und setzen sich an den Tisch, wobei jeder seine eigene Mappe auf den Tisch legt.
Es sind also 4 Frauen da. Laut EU- Reglement müssten hier nur 3 sitzen. Was ist wohl passiert? Nimmt die Evolution jetzt firmenintern ihren Lauf? Werden sich jetzt automatisch nur noch Frauen in Chefetagen befinden? Also rein rechnerisch sind 3 Frauen nur hier, weil diese Quote dies besagt. Also muss eine Frau ein richtiges Genie sein.
Peter, ohne den ich hier nicht sitzen würde, stellt mich den werten Damen vor: „ Herr Bühler, das ist Frau Hildebrand, hat früher bei MSC Holdings gearbeitet und ist seit 2 Jahren bei uns. Das ist Frau Schmid, seit 4 Jahren bei uns - Frau Kalbermatter, seit 1 Jahr bei uns und schliesslich die Tochter unseres CEO`s, Frau Burkhalter. Herzlich Willkommen in unserem Team, Christian kennen sie ja bereits.“ Er lächelt und ich staune. Jetzt ist mir alles klar. Die Tochter unseres CEO`s.
Was will uns diese Geschichte sagen? Werden wir Männer jedesmal so denken, nachdem die EU es so beschlossen hat? Wenn Frauen Vorurteile abschaffen wollen, in Chefetagen arbeiten wollen und nicht mehr Teilzeitjobs absolvieren wollen ist wohl nicht das die Lösung. So entstehen doch noch viel mehr Vorurteile. Wenn ich später bei einem renommierten Arbeitgeber keine Stelle bekomme, eine Frau dennoch schon, dann trifft die Schuld wohl wen? Es ist ein ewiger Teufelskreis in welcher sich diese Entwicklung steigern wird. Schlussendlich wollen wir doch nur das beste für unsere Firmen, und mit Frauenquoten werden Stellen aufgezwungen, welche von einer Institution bestimmt worden sind.
Norwegen, ein Land welches schon seit 2006 eine obligatorische Frauenquote von 40% in Verwaltungsratsposten eingeführt hat, beweist, was sich viele nicht eingestehen wollen. Die Existenz von börsenkotierten Firmen ist unter 70% gesunken seit 2001, da viele Firmen der Frauenquote aus dem Weg gehen wollten und aus dem Index geflohen sind. Sie liessen sich also dekotieren, um weiterhin die Person einzustellen, welche sie auch wirklich als Beste bezeichnen. Eine zweite negative Folge war die Reorganisation von vielen Firmen, welche sich immer noch nicht erholt hat. Firmen erreichten kein Wachstum mehr, da die Umstrukturierung viel Zeit und Geld gekostet hat. Alt bewährte Strategien und Managements wurden abgeschafft und Innovation wurde vorgeheuchelt.
Lasst uns den liberalen Weg einschlagen- Wenigstens im Personalmanagement.
Koile
Koile
