Ich schau sie mir an. Diese Frau ist der Hammer. "Mann, geh zu ihr rüber", sag ich mir dann. Wenn du einen Bucati vor dir stehen siehst willst du ihn auch fahren, ihn kennenlernen. Ich geh zuerst an ihr vorbei, riech an ihren Haaren, will sie nicht unnötig auf mich aufmerksam machen. Ein Duft der Liebe. Jetzt seh ich sie mit anderen Augen und von einer anderen Perspektive, denn ich hab mich hingesetzt. Auf den Aussichtspunkt, wo schon "Eros", Gott der Liebe und Traum aller Frauen gesessen hat- Auf den Barhocker. Ich ruf den Kellner herbei und bestell mir einen Gin- aber leise. Sie soll denken ich sei ein gemachter Mann, für den teure Details eine Selbstverständlichkeit ist.
"Verdammt, mein Selbstbewusstsein ist geschwächt", ich brauche eine Bestätigung, dass ich keine Spuren des Lebens oder rote Augen präsentiere. Darum, schnell in die sanitären Anlagen dieser Behausung, wo sich Pissoirs und Spiegelschränke wiederfinden. Mich interessiert jetzt nur der Spiegel, denn pissen muss dieser Mann jetzt nicht. Angst hat, und will er nicht haben. Ich verweile noch ein bisschen, sieh mich von der Seite an, mache Grimassen, stell mir vor wie ich die Frau wäre und ein jener Mann mit solch Gesichtsausdruck mich ansprechen würde. Ja...- könnte klappen. Die Hände kurz gewaschen und dann die Treppe rauf.
Ich weiss noch wo sie gesessen hat. Mit ihren zwei scheinbar unbedeutenden Freundinnen unterhielt sie sich in der Ecke des Café`s. Doch wenn ich diesen Code knacken will, wenn ich mit ihr in guten wie auch in schlechten Zeiten die Welt erforsche, sollen sich auch die anderen zwei an mir erfreuen. Denn jeder Mensch ist manipulierbar- alles wird durch sie beeinflusst... "Cruel Intentions". Als ich die letzte Treppe erreiche, trifft mich der Schlag- sie sind nicht mehr da. Mann, das hätte meine Zukunft bedeutend bereichert. So eine Frau an seiner Seite zu haben wäre doch ein Traum eines jenen. Naja... Ich und sie, Pech gehabt. Wir beide haben es versaut, auch wenn sie nichts davon wusste. Wie manch ich mein Schicksal verfluche.
Lebe wohl, meine Fremde.
Koile
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen